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Der Baum - Brauchtum





Auch wenn das erste „April schicken“ in Bayern für 1618 und im restlichen Deutschland für 1631 belegt ist, wird vielfach nicht ohne Grund vermutet, der Brauch sei sehr viel älter. Er lässt sich nämlich im gesamten indogermanischen Siedlungsraum nachweisen.

Das Wort „Aprilnarr“ findet sich in Deutschland erstmals in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert formuliert Abraham a Santa Clara schließlich in „Etwas für alle“ (1733): „Heut` ist der erste April, da schickt man den Narren wohin man will.“ 

Während der „Aprilsscherz“ eine Formulierung des 19. Jahrhunderts ist, kann das „April schicken“ seit dem 17. bis in das 19. Jahrhundert belegt werden. Seit dem 19. Jahrhundert heißt es dann „in den April schicken“. Im Mittelpunkt des Brauchs steht der „Aprilnarr“, wobei nicht endgültig geklärt ist, wer er ist, denn zum „April schicken“ gehören zwei: Einer, der sich schicken lässt, und einer, der schickt. Gewöhnlich wird der, der sich schicken lässt, als Aprilnarr bezeichnet, gleichwohl er ja auf den (hoffend) blickt, der ihn schickt. Nach Abraham a Santa Clara blickt er auf einen Narren. Aber weil die klassischen Narren sich nur selber sehen – im Spiegel oder der Marotte – muss man diesen Seitenweg nicht gehen.

Narr ist er also heute nicht, weil er sich freiwillig zu einem solchen erklärt, wie der Fastnachtsnarr. Im Gegenteil, er will überhaupt nicht närrisch sein. Er lässt sich aber dadurch zum Narren machen, dass er einen Narrenauftrag, später Aprilscherz genannt, als solchen nicht erkennt. Solange dies aber unbekannt bliebe, hätte es keinen Effekt. Darum gehört das Bekanntmachen der Eselei durch den Initiator des Aprilscherzes notwendig dazu.

Der Aprilnarr heißt synonym auch Aprilgeck er Apriljeck. Dieser über den lat. jocus entstandene und mit dem neudeutschen Jux verbundene Begriff hat im Englischen den „gock“, auch „April fool“ ausgebildet. In den romanischen Ländern ist der Fisch das Bild für den Aprilnarren: In Frankreich der „poisson d’Avril“, in Italien „il pesce d’aprile“. Der Fisch, der sich an den Haken locken lässt, wenn ihm der Köder passt, erscheint als ein dummes Tier, das sich leicht hereinlegen lässt. Das gilt auch für die übrigen Tiere, mit denen man die Aprilnarren bedenkt: Aprilaffe, Aprilbock, Aprilesel, Aprilkalb, Aprilochse oder, ganz allgemein, Apriltier. Als personifizierter Aprilscherz kann der Aprilnarr auch selber als „Aprilscherz“ tituliert werden.

...mehr dazu www.religioeses-brauchtum.de

 
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