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Der Baum - Hagebutte





Hagebutte -
Rosa canina 

Rosengewächs (Rosacea)

Volksname: Heckenrose, Hundsrose, Hagedorn
Drogenname: Cynosbati fructus
Höhe: ca 3-5 m
Standort & Boden: sonnig, anspruchslos
Blütezeit: Juni
Sammelzeit: Blüten im Juni, Früchte am besten nach dem ersten Frost
Verwendete Teile: Blüten und Früchte
Inhaltsstoffe: Vitamin C, B1, B2, K, P, A sowie E, Fruchtsäure, Pektine, Zucker, Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle.

Anwendung - Einst und Heute

Heckenrose - Hundsrose - Rosa canina

Das Wort "Hundsrose" ist im Sinne von "allgemein" oder "gewöhnlich" zu verstehen und deutet den Unterschied zur edler angesehenen Kulturrose an. "Canina" ist die lateinische Übersetzung von "Hund".
Bereits seit der Antike wird die Hundsrose medizinisch eingesetzt. Dioskurides berichtet, dass Hagebutten, ohne Kerne und in Wein gekocht, das Bauchgrimmen lindern sollen.
Im Mittelalter setzte man sie zur Herzstärkung, bei Kopfschmerzen und tränenden Augen ein. Matthiolus betrachtete sie als Mittel gegen Gonorrhö und Ruhr.
Hildegard von Bingen empfiehlt "hyffa" bei Lungenleiden und zur Magenstärkung. In der früheren Volksmedizin Tee aus den Blütenblättern gegen Blutungen, Hämorrhoiden, Durchfall und zur Nervenstärkung. Tee aus den ganzen Hagebutten zur Stärkung der Abwehrkräfte, als ausscheidungsförderndes "Blutreinigungsmittel.

Heute ist die immunprotektive Wirkung der Hagebutte bekannt und basiert vermutlich auf die antioxidativen Eigenschaften. Sie wirkt zudem mild diuretisch und aufgrund des Gehalts an Pektinen auch leicht abführend.
Indikationen sind Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Weiterhin kommt Hagebutte bei Vitamin-C-Mangelerkrankungen und zur Steigerung der Abwehrkräfte zur Anwendung. Allerdings nimmt der Vitamin-C-Gehalt bei Lagerung rasch ab. Hagebutten sind oftmals Bestandteil vieler Teemischungen zur "Frühjahrskur
 
Quelle: Heilpflanzen Praxis Heute - Siegfried Bäumler, Kräuterheilkunde-Frank J. Lipp


Mythologie

Hundsrose - Rosa canina

Die wilde Rose soll der Frija geweiht gewesen sein, in christlicher Zeit wurde sie mit der Muttergottes in Zusammenhang gebracht. So soll Maria an einem Freitag (Tag der Frija oder Freyja) die Windeln des Jesuskindes über einen Wildrosenstrauch getrocknet haben, worauf dessen rote Blüten weiß oder auch dessen weiße Blüten rot wurden. In "Dornröschen" scheint die alte Wächterfunktion des Stachelstrauchs symbolhaft auf. Die Fruchthärchen dienten früher den Kindern als "Juckpulver"

Magie / Brauchtum: Schlafäpfel unter das Kissen gelegt fördern den Schlaf.
Der Genuß von 1 oder 3 an Weihnachten oder Neujahr schweigend durch ein Fenster gereichten Hagebutten war ein vorbeugendes Mittel gegen allerlei Krankheiten.

Quelle: Wildpflanzen neu entdecken - Gertrud Scherf


Gesund & Lecker

Lecker: Ein besonderes Vitamin-C-Schmankerl lässt sich auch aus Hagebutten zubereiten:
Befüllen Sie eine Flasche zur Hälfte mit den roten Früchtchen, lösen Sie 4 EL Honig in Weißwein auf und übergießen sie damit die Hagebutten. Bereits nach zwei Wochen ist der Hagebuttenwein gut durchgezogen und kann als vitaminreiches "Aqua vitae" zu den Mahlzeiten serviert werden.

Gesund - Für Nieren und Blase - Hagebuttenlikör
Zutaten: 1 kg Hagebutten, 1 l Obstler oder Wodka, 250 g Zucker
1/4 l Obstler oder Wodka
Zubereitung: - die Hagebutten mit einem Messer teilen und die Kerne entfernen.
- mit einem Liter Obstler/Wodka in eine Flasche füllen.
- sechs Wochen an einem warmen, sonnigen Platz ziehen lassen, gelegentlich schütteln.
- Zucker in 1/4 l Obstler/Wodka läutern und dem Mazerat beifügen.
- gut vermischen, dann filtrieren.
- einige Monate lang lagern, Aroma und Geschmack werden dadurch wesentlich verbessert.
Anwendung: Ein- bis zweimal täglich 30 ml.
Unterstützt die Nierenfunktion, hilft bei Steinleiden.

Lecker - Hagebuttenmarmelade mit Rotwein
Zutaten: 750g Hagebutten, entkernt, gewogen,
700ml Rotwein,
750g Honig,
Zubereitung: Hagebutten aufschlitzen, Kerne herauskratzen, in ein Glas geben und mit Rotwein übergießen. Kühl gestellt ziehen lassen. Dann den Wein abgießen,auffangen und mit dem Honig zu Sirup einkochen. Hagebutten durch ein Sieb streichen. Mus unter den Sirup rühren und nochmals aufkochen. Heiß in Gläser füllen und diese verschließen.

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